GovWare

GovWare ist ein anderes Wort für «Staatstrojaner» (in Deutschland spricht man auch vom Bundestrojaner) und ist im Endeffekt nichts anderes als ein Überwachungsinstrument des Staates zur digitalen Kommunikationsüberwachung eines Bürgers oder einer Person, die nach Schweizer Recht überwacht werden darf. Ein «Trojaner» ist ein Stück Software, das – vom Benutzer möglichst unbemerkt – auf ein am Internet angeschlossenes Gerät (in der Regel Desktop, Laptop, Mobile oder Tablet) geladen wird mit dem Ziel, die darauf getätigte Kommunikation abzufangen und zu speichern.

GovWare gibt es auf dem Markt nicht «ab Stange» zu kaufen, weil solche Programme auf die von der Zielperson benützte Hard- und Software angepasst werden muss. […] Wesentlich sind insbesondere das verwendete Betriebssystem, der eingesetzte Internetbrowser, das benützte Virenschutzprogramm und die Applikation, die zur verschlüsselten Kommunikation verwendet wird, denn an diese Rahmenbedingungen muss die GovWare individuell angepasst werden, damit sie auf dem überwachten Gerät überhaupt funktioniert und vom Rechner, aber nicht vom Benutzer erkannt wird.
Aus: http://www.hansjakob.ch/thomas/hansjakob_govware.pdf

Ein Trojaner kann über zwei Wege auf ein Endgerät gelangen:

Der Einsatz von Staatstrojanern ist, wie der ganze Ausbau der Überwachung des Internets, höchst fragwürdig. Personen mit terroristischen Absichten werden kaum über digitale Kanäle Details zu ihren Plänen kommunizieren. Gleichzeitig führt das ständige „Nachrüsten“ mit Gegenmassnahmen des Staates zu massiven Folgen für die Gesellschaft.

Weitere Probleme mit Staatstrojanern: